Drei Gleichen – eine traumhafte Burgenwanderung

Header Drei Gleichen

– 20km, 8 Stunden (inkl. langer Pause und Aufstieg zu jeder Burg) –

Eine besonders schöne Wanderstrecke in Thüringen ist die Burgenroute entlang der Burgen Drei Gleichen.

Diese Route verbindet über 20km drei alte Burgen, die Drei Gleichen, miteinander, die du auch besichtigen kannst. Die Burgenroute war eine der allerersten, die wir in Thüringen überhaupt gewandert sind. Da es sich um einen Rundweg handelt, kannst du dir den Start natürlich frei aussuchen. Wir sind damals in Mühlberg gestartet, übrigens das älteste Dorf Thüringens, und von dort aus zur Wachsenburg gelaufen. Im Nachhinein würden wir aber eher empfehlen, andersherum zu laufen, da du so die Mittagszeit nicht direkt in der Sonne verbringst. Egal wie rum, der Weg ist auf jeden Fall toll.

Bei uns ging es morgens also erst einmal den Berg hinauf zur Burgruine Mühlburg, die wir so früh am Morgen noch ganz für uns alleine hatten. Im Sommer findet hier übrigens ein Open-Air Kino statt, was wir ebenfalls sehr empfehlen können – die Kulisse ist einfach traumhaft.

Nach der Mühlburg führt der Weg weiter durch den angenehm kühlen Wald. Während des Laufens hast du nun immer das nächste Ziel der Drei Gleichen, die Wachsenburg, gut im Blick.

Wachsenburg Drei Gleichen

Der Weg hinauf zur Wachsenburg ist etwas mühsam, aber sicher noch keine Alpintour 😉 Auch das Gelände der Wachsenburg, die als einzige der Burgen noch als Hotel und Restaurant genutzt wird, kannst du besichtigen. Allerdings öffnet dieses erst um 11 Uhr, du solltest also nicht allzu früh dort aufschlagen (zu spät allerdings auch nicht, da es um 16 Uhr schon wieder schließt).

Direkt im weiteren Verlauf der Wanderung rund um die Drei Gleichen bietet sich dir eine wirklich tolle Aussicht und der perfekte Platz für eine kurze Brotzeit.

Aussicht Drei Gleichen

Der wirklich schöne Teil der Burgenroute um die Drei Gleichen ist nun leider erst einmal vorbei. Weiter geht es immer entlang eines Fahrradweges, der bei gutem Wetter auch entsprechend frequentiert ist, was etwas störend sein kann. Auch bietet sich dir hier kaum Schutz vor der Sonne, weswegen es sicher gut ist, diesen Teil gleich morgens hinter sich zu bringen.

Schließlich näherst du dich der Burgruine Gleichen, die wie die anderen auch, nach einem recht sportlichen Anstieg besichtigt werden kann. Es lohnt sich auf jeden Fall! Für einen kleinen Eintrittspreis bekommst du hier original historisches Ritter-Feeling. Im Burggarten kannst du dich von der Wanderung ausruhen und anschließend die alten Ruinen besichtigen.

Burg Drei Gleichen

Als wir dort waren, war die Atmosphäre sehr entspannt und freundlich. Außerdem dürfen Hunde mitgebracht werden (bei Ponys sind wir uns noch unsicher 😉 ).

Nachdem du dich ordentlich entspannt hast, geht es wieder zurück nach Mühlberg, wo der Rundwanderweg um die Drei Gleichen endet und hoffentlich dein Auto auf dich wartet. Eine wirklich schöne Wanderstrecke in Thüringen, die wir dir sehr empfehlen können.

Kennst du die Drei Gleichen? Welches ist deine Lieblingsburg?

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Panoramaweg Schwarzatal

Header-Panoramaweg Schwarzatal

– 37km, viel zu viele Höhenmeter ;-), 2 Tage –

Im letzten Jahr habe ich den Panoramaweg Schwarzatal, einen Prädikatswanderweg in Thüringen, zusammen mit einigen Freunden und deren Hunden ausprobiert. Entlang der Schwarza sollte es im Mai 4 Tage lang 135km in einem Rundweg entlanggehen. (135km in 4 Tagen. Was hatte ich da noch für verrückte Vorstellungen! 😀 ) Da der Weg wirklich traumhaft ist, stellen wir ihn dir gerne nachträglich hier vor.

An einem Samstag Vormittag ging es los. Ich habe mich mit den anderen Mädels, den insgesamt sechs Hunden und Egon (der damals noch meiner Freundin gehörte) getroffen. Der Panoramaweg Schwarzatal ist ein Rundwanderweg, der offiziell in 8 Tagesetappen eingeteilt ist. Er hat insgesamt eine Länge von knapp 140km.

Wir sind damals in Schwarza gestartet. Dort befindet sich auch ein Parkplatz, wo du dein Auto abstellen und am Imbiss noch eine Kleinigkeit essen kannst. Wir haben uns entschieden die ersten Tage im Wald zu laufen, was der umgekehrten Etappenreihenfolge entspricht (aber bei einem Rundweg schließlich egal ist). Im Ort selber haben wir mit unserer tierischen Gruppe natürlich für große Augen gesorgt.

Der erste wirklich schöne Aussichtspunkt war für uns der Fürstenstand. Um diesen zu erreichen musst du auch schon einige Steigungen in Kauf nehmen. So genießt du den Ausblick aber auch umso mehr.

Gruppe-Panoramaweg Schwarzatal

Aussicht-Panoramaweg Schwarzatal

Der offizielle Tourenguide beschreibt für den nächsten Abschnitt einen „stetigen Wechsel von An- und Abstiegen“. Was malerisch klingt ist in Wirklichkeit eine ziemliche Tortur! Der Weg ist wirklich schön, aber auch sauanstrengend. Plane auf jeden Fall eher wenige Kilometer pro Tag ein und mach ausreichend Pausen.

Egon-Panoramaweg Schwarzatal

Am Abend waren wir auf jeden Fall alle ziemlich kaputt und haben deutlich weniger Strecke geschafft, als eigentlich geplant.

Eine andere böse Überraschung für uns war, wie kalt es nachts auch im Mai noch ist. Aus Gewichtsspargründen hatte ich auf eine Luftmatratze verzichtet und lag nur auf dem gefrorenen Boden. Gemütlich ist anders. So ging es morgens auch überpünktlich um 6 Uhr weiter, weil niemand mehr schlafen konnte 😉

Als nächstes passierst du auf der Wanderung eine ehemalige Fasanerie und wenig später den Bismarckturm, von dem aus man eine tolle Aussicht hat. Weiter führt dich die Wanderung durch Waldstücke, über grüne Felder und kleine Dörfer. Die Landschaft und die Wegführung ist wirklich ein Traum.

Landschaft Panoramaweg Schwarzatal

Ich möchte hier aber gerne nochmals betonen, dass der Weg wirklich, wirklich anstrengend ist! Teilweise geht es dermaßen steil bergauf, kurz danach wieder bergab und dann gleich wieder bergauf. Auch ähneln die Wege manchmal Serpentinen, die sich an Bergen entlangschlängeln. Bei mir haben sich Euphorie über die tolle Natur abgewechselt mit unnetten Flüchen und Aggressionen 😀 Wenn du die Möglichkeit hast mit leichtem Gepäck zu wandern – yes!

Fluss Panoramaweg Schwarzatal

Ich habe die Wanderung schließlich nach zwei Tagen in dem Ort Schwarzmühle abgebrochen. Dies waren in zwei Tagen etwa 37km – definitiv an der Grenze zum möglichen, zumindest beim Otto-Gelegenheits-Wanderer. Wir sind aber noch nicht gänzlich abgeschreckt und wollen gerne auch noch die anderen Teilabschnitte des Weges wandern.

Kennst du den Panoramaweg Schwarzatal? Oder bist du schon andere Prädikatswanderwege gewandert?

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Wandersleben Wanderung – Entdecke die Gegend rund um deinen Wohnort

Header-Wandersleben

Manchmal sind es die Wege direkt vor der Haustür, die noch die ein oder andere Überraschung bereithalten. So erging es uns bei einer Tagestour in das Nachbardorf Wandersleben.

Eine nicht besonders aufregende Strecke, aber gut zu Fuß von der Naturerlebniswiese aus erreichbar. Der Hinweg führte uns entlang eines Fahrradweges, was nicht besonders spektakulär war.

Der Rückweg war dafür wirklich super schön. Wir sind dem Wanderweg mit dem blauen Balken auf weißem Hintergrund gefolgt, der irgendwie durch ganz Thüringen zu gehen scheint. Die Beschilderung ist etwas spärlich, aber wenn man grob die Richtung weiß, eigentlich kein Problem. Der Weg führte uns über enge Wege durch den Wald, immer an der Apfelstädt entlang. Zu Beginn war es etwas eng und zugewachsen, dafür kam uns aber auch niemand entgegen und wir hatten die Stille am Fluss ganz für uns.

Spannend wurde es als plötzlich eine enge Brücke kam. Wir haben ja schon ein kleines (ok und dickes) Pony, aber mit Satteltaschen passte er dort leider nicht entlang. Also haben wir diese abgemacht, Timo und Sturmi sind vorweggegangen und bevor Egon noch drüber nachdenken konnte, habe ich ihn hinterhergezogen. Die Brücke war für ein Pony schon ziemlich gruselig – die Seiten offen und, viel schlimmer, der Boden nur aus einem Gitterrost, durch den man auf den Fluss durchschauen konnte. Zum Glück aber kein Problem für Egon. Die ersten Schritte hat er noch vorsichtig raufgesetzt (weiß wohl auch, dass er gerade nicht sein Idealgewicht hat), aber dann ist er ganz souverän rübergegangen. Kurz nach der Brücke kam auch schon die nächste Engstelle, die wir aber ebenfalls souverän passiert haben.

Bruecke - Wandersleben Wanderung

Anschließend wurde der Weg wieder breiter und hielt auch schon die nächste Überraschung für uns bereit. Auf einem Wegstück waren in die Stämme von früheren Bäumen wunderschöne Skulpturen hineingeschnitzt. Leider gab es kein Schild, welches irgendetwas über die Entstehung dieser Skulpturen erzählen konnte und wir hatten auch beide keinerlei Ahnung von deren Existenz. Scheinbar wirklich ein weiteres Highlight Thüringens, welches man einfach zufällig entdecken muss.

Schnitzerei - Wandersleben

Der Wanderweg schlängelt sich immer entlang der Apfelstädt, der man unbegrenzt folgen kann. Definitiv ein kleiner Geheimtipp. Im Sommer kannst du im Fluss auch baden oder zumindest die Füße hineinhalten 😉

Warst du schon einmal in Wandersleben? Weißt du, was es mit den Skulpturen auf sich hat und wer diese erstellt hat?

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Olitätenweg – eine Wanderung durch Thüringen

Header Olitätenweg

– 25km, 730 Höhenmeter, 8 Stunden (inkl. Pause und Verlaufen) –

Der Olitätenrundwanderweg als Teil des Olitätenwanderweges (ja, das ist verwirrend und es wird noch schlimmer!) bietet einen schönen und eigentlich kurzen Wanderweg durch Thüringer Landschaft. Start und Ende befindet sich in Königssee, wobei du natürlich starten kannst, wo du möchtest. Auf dem Weg erfährst du allerlei nützliches über den Thüringer Kräutergarten und die heimische Flora und Fauna. Den Olitätenweg sind wir zuletzt 2013 mit Hund, aber noch ohne Pony gelaufen.

Gestartet sind wir ganz klassisch in Königssee, wo allerdings die erste Ernüchterung auf uns wartete. Während wir von unserer Drei-Gleichen-Wanderung noch mit Infoblättern am Start verwöhnt waren fand sich in Königssee genau: nichts. Wir waren also erst einmal etwas ratlos und sind einfach mal ein paar Schritte losgelaufen. Und siehe da: Wir entdeckten an einer Laterne das Wanderzeichen, welches unseren Weg kennzeichnen sollte. Munter gingen wir also in diese Richtung und folgten den Zeichen, die auch in regelmäßigen Abständen immer wieder auftauchten. Zumindest für kurze Zeit.

Danach tauchten sie leider gar nicht mehr auf. Wir waren gerade einmal ein paar Minuten unterwegs und hatten uns schon verlaufen. Fing ja super an 😉 Naja, was wäre man heutzutage ohne Handy und Googlemaps. Wir haben uns also neu orientiert, den ersten Kilometer als Gutschrift in unserem mentalen Konto verbucht und weiter ging es, diesmal wieder mit Zeichen. Wenn du erst einmal auf dem richtigen Weg bist, folgt auch eine schöne Strecke mit netter Aussicht.

Pause Olitätenweg

Weiter geht es durch schöne Landschaft und süße kleine Thüringer Dörfchen. Leider ist die Beschilderung zwar idiotensicher in der freien Natur, dafür aber umso dürftiger in den Ortschaften. Und so kam bei uns, was kommen musste: Mal wieder konnten wir keinerlei Wanderzeichen mehr finden. Wir sind also ein bisschen hin und her gelaufen bis wir endlich das blaue Dreieck auf weißem Grund wieder entdeckt haben und weiter ging es. Die nächsten Kilometer waren ziemlich anstrengend, aber wir wurden zu unserer Mittagspause mit einer genialen Aussicht belohnt.

Trotzdem beschlich uns so langsam das Gefühl, dass irgendwas schief gelaufen sein könnte. Bzw. nicht schief, sondern gerade. Zu gerade für einen Rundwanderweg zumindest. Zum Glück kamen uns genau in dem Moment eine kleine Gruppe Wanderer entgegen. Es stellte sich heraus, dass wir versehentlich dem Olitätenweg gefolgt waren, statt dem Olitätenrundwanderweg. Wir wussten vorher gar nicht, dass das zwei verschiedene Wege sind 😀 Da beide auch noch über dieselbe Ausschilderung verfügen (totaaaal clever), kann das natürlich schnell passieren. Der Olitätenweg geht allerdings durch komplett Thüringen. Etwas weit für eine Tagestour. Wir beschlossen also kurzerhand über einige Wiesen abzukürzen und wieder zurückzulaufen.

Trotz des riesigen Umweges wurden wir mit mehr oder weniger heimischen Begegnungen belohnt.

Rehe Olitätenweg

Bullen Olitätenweg

Unser nun ziemlich lang gewordener Rückweg gestaltete sich erst wieder schwierig als wir erneut auf den Olitätenrundwanderweg stießen. Denn wenn mal Schilder vorhanden waren, so führten diese mit Vorliebe im Kreis oder versuchten, uns wieder in die entgegengesetzte Richtung zu leiten. Wenn du Wanderkarten für dieses Gebiet hast, nimm sie mit! 😉 Wir haben dann beschlossen den Weg selbst in die Hand zu nehmen.

Schilder Panoramaweg

Unser Fazit: Aus unserem lehrreichen Rundwanderweg wurde zumindest für uns ein ziemlich anstrengender Riesen-Rundweg und nach 8 Stunden und 25 gelaufenen Kilometern und 730 Höhenmetern kamen wir alle völlig geschafft wieder am Auto an. Demjenigen, der auf die schlaue Idee kam, den Olitätenweg, Olitätenrundwanderweg und den Olitätenrundweg alle mit dem gleichen Wanderzeichen auszustatten, würde ich zu gerne mal meine fachliche Meinung dazu sagen 😉 Davon abgesehen ist dieser Wanderweg aber wirklich schön. Die Landschaft ist hübsch und die kleinen Thüringer Dörfchen einfach zu putzig.

Hast du dich schon einmal beim Wandern verlaufen? Oder hast du immer passende Wanderkarten dabei?

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Unsere Wanderung zum Naturerlebnishof Hausen

Naturerlebnishof Hausen

– Hin- und Rückweg jeweils etwa 23km –

Erlebnisse scheinen das Wort des Jahres zu sein. Überall lässt sich etwas erleben: Egon wohnt auf der Naturerlebniswiese, in Erfurt hat eine Nachterlebniswelt aufgemacht (klingt irgendwie anrüchig, oder?) und wir sind mit Egon zum Naturerlebnishof gewandert.

Das hatte für uns außerdem den großen Vorteil, dass wir nicht im Kalten schlafen mussten. Denn der Naturerlebnishof in Hausen bietet Übernachtungsmöglichkeiten für Paare, Familien und ganze Schulklassen und ist ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen.

Hunde darfst du auch mitbringen und für Pferde gibt es große Gästeboxen. Hier haben wir unsere Übernachtung genau beschrieben.

Nach Hausen gibt es keinen festen Wanderweg.

Auf dem Hinweg sind wir über Arnstadt gelaufen, wovon wir dir abraten, es sei denn du spürst das Verlangen, mit Pony unbedingt mal durch den McDrive zu laufen (wir haben es uns verkniffen). Du läufst durch Industriegebiete bzw. hast diese immer im Blick – nicht sonderlich idyllisch.

Nach Arnstadt wird es wieder etwas schöner und wir sind durch kleine Dörfchen gelaufen. Dort gab es auch einige Statuen, zum Beispiel einen Wolf und ein Lattermännchen in Dornheim zu bestaunen.

Wolf - Naturerlebnishof Hausen

Beim Naturerlebnishof selbst kannst du ganz toll wandern. Es gibt viele Wanderwege, die dort entlangführen und die Landschaft ist einfach klasse.

Es gibt schöne Wälder ebenso wie Felder und Weite.

Weite - Naturerlebnishof Hausen

Für unseren Rückweg haben wir eine total geniale Strecke gefunden.

Auch dieser ist kein offizieller Wanderweg (warum eigentlich nicht?) Immer an der Wipfra entlang ging es über Wiesen und Felder mit kleinen Flussläufen und alten Bäumen.

Wipfra - Naturerlebnishof Hausen

Außerdem führt der Weg über einen Berg mit toller Aussicht und vielen Rehen.

Berg - Naturerlebnishof Hausen

Und das Beste: Der Weg ist nicht mal länger als der Weg über Arnstadt. Schau dir unsere Karte an und bitte, bitte lauf diesen tollen Weg und lass dich nicht durch das Industriegebiet mitten im Weg abschrecken. Man kann wirklich drum herum laufen. Es ist auf jeden Fall locker an einem Tag zu schaffen, auch mit kleinem dicken Pony dabei 🙂

Warst du schon einmal auf dem Naturerlebnishof in Hausen? Hat es dir gefallen?

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4 Tage durch Thüringen

4-Tage

Wir sind im Sommer 2013 4 Tage durch Thüringen gelaufen. Ohne großen Plan – einfach drauf los.

Eigentlich war das ganze für eine Woche geplant. Aber Timo und auch Sturmi haben dann leider ganz fiese Blasen bekommen und auch das Anbinden von Egon nachts war noch etwas schwierig.

Trotz des frühen Abbruchs waren es aber vier absolut geniale Tage, voller Eindrücke, toller Landschaft und netten Menschen. Wandern in Thüringen ist wirklich super.

Die Tiere haben super mitgemacht und Egon war natürlich in jedem Dorf der Star und wir wurden oft auf ihn angesprochen. Ich habe damals zu unserer Wanderung ein etwa 15-minütiges Video erstellt.

http://youtu.be/L8CJEKNhRdc

Am Samstag Morgen sind wir in Ingersleben mit Egon losgelaufen. Dies hatte vorallem den Grund, dass wir damals noch keinen eigenen Hänger hatten. Du kannst natürlich auch überall starten, am Besten direkt vor deiner Haustür und drauf los. Es braucht nicht immer einen festen Plan. Manchmal entdeckst du auf diese Weise die tollsten Orte und Menschen.Unser Weg führte uns direkt von Beginn an durch Wiesen und weg von den Straßen. Thüringen ist wirklich schön und es hat alles gut geklappt.

Timo-4-Tage

Die erste Nacht war für uns ziemlich aufregend. Egon hat nämlich festgestellt, dass er nur mit ganz viel Kraft in den Karabiner rennen braucht, damit dieser kaputt geht und er auf die saftige Wiese kann. Ungünstig 😉 Wir mussten ihn also knoten, somit stand er ruhig, aber ich habe unruhig geschlafen und hatte die ganze Nacht Angst, dass er weg rennt.

Am nächsten Morgen war Egon wohl immer noch ein bisschen grantig deswegen und hat sich nach den ersten paar Schritten mit Rucksack und Gepäck doch glatt losgerissen und ist weggaloppiert. Das sind so Momente, wo ich mich auch frage, warum ich mir das alles antue.

Zum Glück hat er sich direkt einer Kuhherde auf der Nachbarweide angeschlossen und ist nicht in Richtung der Straße gelaufen. Wir hatten ihn auch schnell wieder eingefangen und es konnte weitergehen. Den Nachteile, die entstehen, wenn wir Egon mit zum Wandern nehmen, stehen aber auch ganz viele Vorteile gegenüber.

Wir wurden auf unserer Wanderung oft von Leuten auf Egon angesprochen, was immer sehr nett war.

Sarah-4-Tage

So bekamen wir am Morgen des zweiten Tages zum Beispiel auch von Egon-Streichlern den Tipp über den Riechheimer Berg zu laufen, was wir direkt auch gemacht haben. Es hat sich gelohnt – wir hatten super Wetter und einen ganz weiten Blick. Wirklich schön!

Auch der weitere Weg war schön zu laufen und wir konnten schon bald eine schöne Mittagspause machen. Weiter ging es durch ein Waldstück.

Dort haben wir auch einen anderen Wanderreiter getroffen und Egon konnte das große Pferd bestaunen 🙂  Wieder aus dem Wald heraus wurden wir langsam kaputt und wollten bald unser Nachtlager aufschlagen. Doch dies war gar nicht so einfach und leider konnten wir so schnell keinen Platz finden.

Im Internet hatten wir gelesen, dass man oft bei Bauern übernachten darf. Wir haben auch bei mehreren Höfen geklingelt, aber keiner hat uns geöffnet. Sehen wir so böse aus? Oder war wirklich niemand zuhause? Ich war jedenfalls den Tränen nah. Ich konnte einfach nicht mehr, machte mir Sorgen um die Tiere und überhaupt war alles doof.

Ein Jäger hat uns den Tipp gegeben, zu einer Gaststätte in einem Dorf in der Nähe zu laufen. Leider war es nicht ganz so in der Nähe, aber letztendlich haben wir es doch geschafft. Völlig kaputt wurden wir dort empfangen und konnten unser Zelt auf einer Verkehrsinsel (!) aufschlagen. Auch Egon konnte dort angebunden werden. Nach etwas Bratkartoffeln sind wir schließlich ins Zelt gesiedelt.

Kneipe

Die Nacht war leider wieder nicht sehr erholsam, da ich durch die ungünstige Anbindesituation vom Pony schlecht geschlafen habe und zu allem Überfluss die Kirchturmglocke auch noch jede Viertelstunde geschlagen hat. Ich war froh, als ich endlich wieder aufstehen und weiterwandern konnte.

Der dritte Tag begann also wieder früh um 6 Uhr mit dem Zusammenpacken und einem schnellen Frühstück.

Wir haben am Vormittag das Thüringer München besucht, wo wir eigentlich eine Kaffeepause auf dem Rittergut machen wollten. Leider hatte dieses ausgerechnet am Montag Ruhetag. Doch wir konnten uns sehr nett mit dem Inhaber unterhalten, der uns seine faszinierende und bewegende Geschichte erzählt hat. So wurden wir doch gestärkt, wenn auch anders als gedacht.

Es ging also weiter durch den Wald, wo wir auch wieder Pause machen konnten.

Pause

Weiter ging es durch kleine süße Dörfer. Am Nachmittag wollten wir eigentlich gerne schon unser Nachtlager aufschlagen, doch leider war dies schon wieder nicht so einfach. Wir haben mehrere Leute angesprochen, aber keiner hatte eine Wiese für uns und so sind wir doch wieder weiter gelaufen, als wir eigentlich wollte.

In dem charmanten Dorf Schellroda (klick für tolles Foto) hatten wir Riesenglück.

Schellroda

Wir wurden soo nett aufgenommen, bekamen sogar einen Zaun für Egon und haben uns so zuhause gefühlt bei den vielen netten Menschen. Das erste Mal habe ich wirklich gut geschlafen und auch Egon war am nächsten Morgen viel entspannter.

Es stand der vierte und letzte Tag der Wanderung an. Wir starteten wieder früh morgens in den Wald, wo wir eine lange Strecke in relativ kurzer Zeit zurücklegten. Nach dem Waldstück ging es weiter durch kleine Dörfer bis wir am Nachmittag schließlich in Möbisburg ankamen.

Timo ist mit dem Hund dort geblieben, während ich die letzten 1,5 Stunden alleine mit Egon zurück zum Hof gelaufen bin, wo Timo mich wieder abgeholt hat.

Es war eine super lehrreiche Wanderung, mit vielen Eindrücken und vielen Erfahrungen, die wir gesammelt haben. Nicht alles war toll. Die ersten zwei Nächte waren wirklich schlimm. Ich konnte die Verantwortung noch nicht einschätzen, die ich fühle, wenn ich das Pony mit zum wandern nehmen.

Inzwischen haben wir für Egon einen Zaun und ein Stromgerät gekauft, was er bald mitschleppen darf. So werden die Nächte hoffentlich entspannter und wir kriegen mit der Zeit mehr Übung.

Bist du schon mehrere Tage durch Thüringen gewandert? Wo warst du da? Waren die Leute hilfsbereit?

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